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Schweiz Tag 9

Barr – Strassburg, 52 km

Der Zeltplatz hier in Barr ist relativ leer. Ein Pärchen auf Wanderschaft, das mit schwerem Gepäck heute 31 km und 1000 hm unter die Wanderschuhe nehmen möchte. Dann noch 4 ältere Ü70 Pärchen mit Wohnmobilen. Das war’s.

Hinter Barr verlasse ich allmählich die Vogesen und wende mich Richtung Osten der Rheinebene zu.

Irgendwann befinde ich mich sogar auf einer alten Bahntrasse der Strecke Rosheim – St. Nabor.

Hinter Avolsheim treffe ich auf den Canal de la Bruche.

Bei Avolsheim, in der Nähe der Einmündung der Mossig nördlich von Molsheim, wird ein Teil der Breusch in den nördlich parallel verlaufenden Breuschkanal (Canal de la Bruche) geleitet. Angelegt wurde der Kanal nach der Annexion der Stadt Straßburg durch Ludwig XIV. 1681. Der König ließ von dem Ingenieur Vauban die Stadt ab 1682 mit Wallanlagen und Bastionen nach damals modernsten Erkenntnissen zu einer Festung ausbauen. Um das benötigte Material aus Steinbrüchen in den Vogesen leichter nach Straßburg bringen zu können, legte Vauban zunächst diesen Kanal an. Der 19,78 km lange Kanal mit 11 Schleusen mündet wenige hundert Meter nördlich der Breuschmündung in die Ill. In den 1840er Jahren wurde pro Jahr ca. 40.000 t transportiert, hauptsächlich Holz und Steine. Bis 1939 wurde er als Wasserstraße zum Transport ziviler Güter wie Bauholz, Wein und Ziegel genutzt. Nach dem Krieg wurden zerstörte Brücken so niedrig wiederaufgebaut, dass der Kanal seither nicht mehr mit Lastkähnen befahren werden kann. (Wikipedia)

Dutzende dieser schönen alten Häuser stehen am Kanal.

Die weiteren Wetteraussichten sind dagegen nicht so schön. Ab heute Nachmittag ist Dauerregen bis Mittwoch Abend angesagt. Vielleicht eine gute Gelegenheit für einen Tag Stadtbesichtigung.

Ich möchte trotzdem mein Zelt auf dem Campingplatz in Straßburg aufschlagen. Doch bei 70 € für zwei Nächte suche ich mir dann doch lieber ein Zimmerchen.

Bei Booking finde ich eins dieser Discounter-Hotels für 116 €. Das Rad kommt direkt mit auf’s Zimmer.

Gewohntes Chaos nach der Wäsche

Auf dem Fernseher hinter meiner Wäscheleine läuft Österreich – Türkei. Falls die Türken gewinnen sollten, ist hier in diesem muslimisch geprägten Viertel bestimmt der Teufel los.

2 Gedanken zu „Schweiz Tag 9“

  1. Guten Morgen Heinz,
    eine Reise durch die Vogesen finde ich persönlich immer wieder sehr interessant. Die Landschaft – einfach herrlich und die die Dörfer sehen so einladend aus. Zu den von dir genannten Häusern am Canal de la Bruche eine Frage: sind das möglicherweise die ehemaligen Schleusenwärter oder Zollhäuser? Häuser wie diese fielen mir in den Vogesen, im Elsass und in Lothringen auf, eine einmalige pittoreske Lage an diversen Wasserstraßen. Übrigens im Norden und Osten unserer Heimat ebenfalls sehr häufig noch zu sehen und oft noch als Schleusenwärterhaus in Betrieb.
    Deine bisherige Tour ist sehr spannend, deine Berichte gefallen mir und ich freue mich auf weitere Neuigkeiten!
    Bonne route!
    Liebe Grüße,
    Dieter

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