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Schweiz Tag 8

Rouffach – Barr, 81 km

Ich werde den gestrigen schönen Abend in Rouffach nicht vergessen, an dem ich diese netten Leute in der Dorfkneipe kennengelernt habe.

Jedenfalls bin ich vom Zeltplatz noch einmal los, um die im Prospekt gepriesene Altstadt zu erkunden. Sehr schön alles, aber nix los (Sonntag Abend). Um die Ecke sehe ich eine – um ehrlich zu sein eine Spelunke, vor der sich aber einiges tut und die auch weniger einladend – aber auf jeden Fall interessant – aussieht.

Ich steuere mein Rad also in diese Richtung und lerne viele nette Leute kennen.

Placide, den hiesigen Religionslehrer und Permakulturforscher aus Benin stammend und Remy, den Rentner, der 78 beim französischen Militär in Berlin war und in den Clubs der Stadt Gitarre spielte. Auch seinen etwas geistig behinderten Nachbarn um den er sich kümmert und natürlich auch eine Mitarbeiterin des Tourist Office nebst Begleitung.

Die Wirtin schmeißt uns leider um halbzwölf raus.

Spanien – Georgien lief im Hinterzimmer auf den Weg zur Toilette: 4:1.

Und auch nachts klappern die Störche, konnte ich auf dem Nachhauseweg feststellen.

Die Dorfkneipe

Morgens macht sich auch mein holländischer Zeltnachbar Charles (71) bereit zur Abreise. Er ist auf seinem Gudereit 5 Wochen unterwegs vom Gardasee nach Amsterdam. Er erzählt scherzhaft, dass seine Frau, mit der er schom 50 Jahre verheiratet sei, sagt, wenn er weg sei, habe sie auch Urlaub.

Die Camping-Störche

Ich fahre nun weiter entlang der Weinstraße, an der sich wie die Perlen auf einer Schnur, alte schöne Weindörfer und prächtige Weingüter reihen.

Die Temperatur ist mit 21 Grad sehr angenehm. Mittags gibt’s eine kräftige Schauer. Die wird offenbar von vielen Radfahrern für einen Supporr im Supermarkt genutzt. Mit mir zähle ich 8 Fahrradverrückte, die sich für die weitere Tour mit kalorienreichem Essen eindecken.

Unter ihnen ist einer, der von Montpellier nach Straßburg im Schnitt mit 150 km pro Tag durch kachelt. 7 Tage lang.

Wer den genauen Tourverlauf und den Aufnahmeort der Fotos erfahren möchte, greift am besten auf meine Komoot-Collection zurück.

Komoot

In dem sehr schönen Ort Barr belege ich einen Zeltplatz an einer ehemaligen Schule. Ganze 6,32 € (keine Ahnung wie diese krumme Zahl zustande kommt) kostet mich der Spaß. Allerdings funktioniert das WLAN nicht und Mobile Daten gibt’s auch nicht.  Daher nur eine verzögerte Berichterstattung.

Wenn man keinen Zugang zum Internet hat, merkt man erst wie abhängig man bereits davon ist. Für mich speziell:

Wettercheck, Planung der Route, Suche nach Unterkünften, um nur einige zu nennen.

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