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Schweiz Tag 11

Straßburg – Wörth – Lingenfeld bei Speyer, 152 km

Der Wecker rappelt um 6:15 Uhr. Denn der frühe Vogel fängt in diesem Fall die Kilometer.

Mit der guten Grundlage des Hotel-Frühstücks breche ich um 8 Uhr auf.

Über gut ausgebaute Radwege durchquere ich in 45 Minuten die ganze Stadt und finde mich in einem Naturresevat an der Ill wider.

Russisch Orthodoxe Kirche

Zunächst ist es trocken, mit gutem Rückenwind mache ich richtig Fahrt.

Doch um 11 Uhr setzt Niesel-, dann kräftiger Landregen ein. Ein Mitradler aus San Francisco, der vor 10 Wochen von Athen aufbrach und nach Oslo möchte, ist zuversichtlich, dass es nur eine kleine Schauer sei.

Leider täuscht er sich. Der Regen dauert bis nach 15 Uhr an. Egal, der Rückenwind treibt mich weiter gut voran.

 

Die Strecke führt größtenteils über den Rheindamm durch eine schöne Auenlandschaft.

Leider gibt es zahlreiche Umleitungen wegen des Hochwassers. Nicht immer sind diese gut ausgeschildert.

Nix geht mehr. Umkehren.

Da habe ich aber richtig einen rausgehauen! 152 km stehen auf meinem Tacho, als ich den Campingplatz in Lingenfeld vor Speyer erreiche.

Hier ist nichts los. Der See gehört fast mir alleine. Die Rezeption ist unbesetzt. Ich kann mir auf diesen riesigen Areal aussuchen wo ich campieren möchte. Der Platz hat den morbiden Charme eines “Lost Place’. Überall erkennt man noch die Hinterlassenschaften einstiger Dauercamper-Residenzen: Fliesen, Beton, Keramik.

Das Sanitärgebäude und die Uferanlagen sind aber immer noch gut gepflegt.

Hier muss früher richtig was los gewesen sein. Da frage ich morgen mal nach, falls die Rezeption besetzt ist.

Still ruht der See

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