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Tirol, Tag 4: Wiesing – Fieberbrunn, 78 km, 820 hm

Der Anblick des prächtigen nächtlichen Sternenhimmels wird leider durch eine grelle Stigl- Werbelaterne gestört. Lichtverschmutzung! Dafúr spendet sie im Zelt ein fahles Dämmerlicht.

Stigl-Bier hat die Lampe an

Ich hatte gar nicht bemerkt, dass die Inntalautobahn dicht unterhalb des Zeltplatzes entlang führt. In der Nacht ist das permanente Dröhnen des Verkehrs schon sehr störend. Die dünne Zeltplane hält den Lärm nicht zurück. Ein nie enden wollender Strom an Autos und LKWs schiebt sich durch das schöne Tal.

Nach dem Aufstehen um 7, dem Zusammenlacken und einem kleinen Imbiss im Camping, starte ich schon um 8:45 Uhr Richtung Inntalradweg. Das ist nichts für Langschläfer, aber das Programm ist stramm und nachmittags sollen es 30 Grad heiß werden.

Es läuft super, insbesondete als mir zwei Triathleten auf ebener Strecke 10 km lang Windschatten spenden und das Tempo mit 30 km/h für meine schwere Fuhre recht hoch halten.

Die Landschaft wird immer schöner und ich komme zum „Wilden Kaiser“.

Söll

Um 13 Uhr sitze ich nach 63 km beim Türken in St. Johann bei 30 Grad und Sonnenschein. Es gibt einen Kebab-Teller, der meine Speicher wieder füllt.

Fußgängerzone St. Johann

Die hohen Temperaturen stören einige ältere Herren nicht, ihr Eisstockschießen zu üben.

Bevor ich den Campingplatz in Fieberbrunn ansteuere, komme ich nicht umhin, in einem Café einzukehren. Schon wieder habe ich Appetit, diesmal auf hausgemachten Käsekuchen.

Fieberbrunn

Zum Campingplatz steigt es noch einmal kräftig an. Hier ist es auch wieder sehr gepflegt, aber eher auf Familien mit Kindern in Wohnmobilen ausgelegt. Daher ist der mir zugewiesene Platz im „Eichengrund Nr. 11“ eher betonharter Schotter. Im Randstreifen finde ich noch ein kleines Stückchen Wiese.

Und schon wieder bekomme ich Hunger!

vegetarische Käseröstis mit Dillsauce und Krautsalat

Ok, ich habe ja heute auch viele Kalorien verbrannt.

Das hat Kraft gekostet.

Wegen der schlechten Wetterprognosen für Freitag und Samstag habe ich gleich zwei Hotelübernachtungen in Fusch am Einstieg zur Großglocknerhöhenstraße gebucht. Ich hoffe sehr, dass das Wetter am Sonntag eine Überquerung möglich macht.