Trippstadt – Zinswiller, 100 km, 1750 hm
Trotz des nächtlichen donnernden Getöses vom Fluglärm im doch weit entfernten Ramstein (das lässt nichts Gutes ahnen), ist meine Nacht recht erholsam.
Bei Temperaturen knapp über Null Grad schäle ich mich nach 10 Stunden! aus meiner warmen Höhle.
Das böse Erwachen kommt erst bei der Abrechnung in der Rezeption. 9 € pro Person, plus 20 € pro Stellplatz – egal ob Wohnmobil, Wohnwagen oder Minizelt. Das kenne ich sonst nur aus den südlichen Gefilden.
Bei bedecktem Himmel starte ich gut ausgeruht und satt gefrühstückt mit den Sachen, die ich noch von zu Hause gebunkert hatte Richtung Süden.
Über kleine Forstwege folge ich den Anweisungen meines Navis, das mich zielsicher über schöne, aber einsame Strecken lotst.
Erst nach fast 40 km ist in dieser gastronomischen Diaspora eine kleine Bäckerei geöffnet. Zeit für einen leckeren Flammkuchen.



Hier habe ich auch Zeit und Netz, um ein paar Zeilen zu schreiben und die Rückfahrt ab Freiburg zu buchen – 33 € das ist wirklich preiswert.
Der Himmel ist heute bedeckt. Nur selten lässt sich die Sonne blicken. Gefühlt ist es kälter als die 13 Grad, die auf den Außenthermometern angezeigt werden. Der leichte Wind bläst meistens in meinem Rücken.
So geht es rauf und runter. Nicht heftig, aber oft und stetig. Es kommen immerhin 1750 hm zusammen. Ein kleiner Vorgeschmack auf die nächsten Tage – die werden heftiger.


Servicestelle in Raubach. Mein Hinterreifen kann’s gebrauchen.

Die Grenze zu Frankreich ist unscheinbar. Ohne Grenzschild und Wachposten. Irgendwann tauchen französische Straßenschilder und Hinweise auf die Maginotlinie auf. Das war’s mit dem Grenzübertritt.


Hinter dem schönen Hirschthal überquere ich die Sauer.


Rast am InterMarche Reichshofen.

Der Campingplatz in Zinsweiler ist mit 9,40 € mal so richtig preiswert.
Zum Abschluss eine Pizza im platzeigenen Restaurant.

Morgen wartet ein rasanter Anstieg bis zum Gipfel des Mt. Kleinmann. Auf 20 km Streckenlänge von 240 m auf 870 m. Wenn man’s runter bricht, sind es aber nur 30 m pro Kilometer 😉

