Warum ausgerechnet Kyllburg?
Als ich zum ersten Mal überhaupt zeltete, war das auf dem Campingplatz in Kyllburg.
4 Jungs brachen damals, 1976, mit ihren Hercules-, Kreidler- und Peugeot-Mofas auf, um die Welt zu entdecken.
Roberto B,, Peter B., Achim K. und ich.
Die Welt war groß, unser Horizont diametral klein. So war es für uns damals ein großes Abenteuer in die damals für uns unglaublich weit entfernte Eifel zu starten.
Ohne Handy und Navi, nur mit Karten ausgestattet, erreichten wir unser Ziel und waren sehr stolz auf unsere „große“ Leistung.
Das brachete uns immerhin 6 Stunden aus dem piefigen Dorfkern von Geyen heraus.
Damals gab es kein Sozial Media, um unsere Erlebnisse online zu stellen. Wir wussten aber, dass wir nach unserer Reise viel zu berichten hätten.
Kyllburg hatte damals noch eine blühende Gastronomie.
Unsere Ankunft in Kyllburg wurde natürlich gebührend in den einschlägigen Läden gefeiert, als hätten wir heutzutage den Everest bestiegen.
Gezeltet wurde damals in sogenannten Minipack-Zelten. Relativ kompakt, billig und nicht wasserdicht – was wir auch testen durften.
Der Rückweg führte uns später über Aachen, wo wir nachts auf dem Europaring auf Parkbänken übernachteten.
Peter hatte sich schon auf dem Mofa eine Decke umgewickelt, weil es so kalt war und die Funktion seines defekten Rücklichts wurde durch großflächig angebrachte Alufolie ersetzt.
Heute sind meine Mitfahrer alle gestorben, der letzte vor 2 Wochen.

Ich denke oft an sie und bin froh, dass es mir vergönnt ist, die 140 km zum Campingplatz Kyllburg in einem Tag mit dem Fahrrad zu schaffen.
Natürlich übernachte ich wieder auf dem Campingplatz von damals.

Adios!
