Balatonakarattya – Velence, 92 km, 550 hm

Und auf geht’s auf den zweispurigen Fahrrad-Highway Eurovelo 14 Richtung Velencer See. Unbedingt empfehlenswert!








Székesfehérvár [ˈseːkɛʃfɛheːrvaːr], anhörenⓘ/? (abgekürzt auch Fehérvár, deutsch Stuhlweißenburg) ist eine Stadt in Ungarn mit Komitatsrecht und der Komitatssitz des Komitats Fejér. Sie hat rund 100.000 Einwohner und wird in Ungarn auch „Stadt der Könige“ genannt, da sie im Mittelalter neben Buda die Krönungsstadt der ungarischen Könige war.




Die Schlacht am Donbogen (Januar 1943) war eine verheerende militärische Katastrophe des Zweiten Weltkriegs an der Ostfront, bei der die 2. ungarische Armee im Zuge der sowjetischen Woronesch-Charkower Operation praktisch vollständig aufgerieben wurde. Sie gilt als der schwärzeste Tag der ungarischen Militärgeschichte. [1, 2, 3]
Historische Eckdaten
- Datum: 12. bis 27. Januar 1943
- Ort: Am großen Donbogen westlich von Woronesch (Südrussland)
- Gegner: Rote Armee (Sowjetunion) gegen die 2. ungarische Armee (unter Generaloberst Gusztáv Jány) und deutsche Verbände [1]
Verlauf und Folgen
- Durchbruch: Die Rote Armee startete am 12. Januar 1943 eine massive Offensive gegen die schlecht ausgerüsteten und unzureichend bewaffneten ungarischen Stellungen am Don. []
- Vernichtung: Innerhalb weniger Tage brachen die Linien zusammen; die Einheiten wurden eingekesselt und vernichtet. [1]
- Opferzahlen: Ungarn verlor schätzungsweise 100.000 bis 120.000 Tote sowie Zehntausende Verwundete und Gefangene (insgesamt über 140.000 bis 150.000 Verluste). []
- Bedeutung: Das Trauma dieser Niederlage – oft als das „ungarische Stalingrad“ bezeichnet – betraf fast jede Familie im Land, wurde jedoch im Kommunismus jahrzehntelang totgeschwiegen. []


Gegen Mittag erreichen wir den Velencer See. Hier tut sich ein trauriges Kapitel auf.
Der See, der vor etwa 15.000 Jahren entstand, war in der Regel immer von einem flachen Wasserspiegel bedeckt, welcher jedoch je nach vorherrschender Niederschlags- und Temperaturbedingungen stark schwankte. Hochwasserereignisse erlebte der See seit dem 15. Jahrhundert achtmal, die letzte Überschwemmung erfolgte im Jahr 1963 mit einem Wasserstand von +244 cm infolge plötzlicher Schneeschmelze.
Obgleich nur wenige historische Daten existieren, geht man davon aus, dass der Velence-See in einem Zyklus von etwa 150 Jahren trockenfällt. 1843 haben Husaren ein ganzes Manöver im ausgetrockneten Seebett abgehalten. 1935 sank der Pegelstand auf 80 cm und 1948/1949 auf 63 cm. 1989–1993 erreichte der Pegel 71 cm und das Wasser zog sich bis zu 50 Meter vom Ufer zurück. Mit hohen Kosten wurde künstlich Wasser zugepumpt, aber erst eine winterliche Regenperiode füllte den See wieder.
Seit 2024 kann wiederum ein eine Dürreperiode dokumentiert werden: Bereits am Ende des Sommers 2024 hatte sich das Wasservolumen durch Verdunstung signifikant reduziert. Der im Winter 2023/2024 gut gefüllte See bilanzierte mit etwa −34 cm (Pegelstand Agárd: Juni 147 cm; September 113 cm). Über den Sommer 2025 verlor der See −57 cm und hielt im Oktober 2025 bei einem Pegelstand von 70 cm. Nach leichter Erholung in den Wintermonaten 2025/2026 sinkt der Wasserstand des Sees seit Februar 2026 (Pegelstand 84 cm) stetig. Aufgrund ausbleibender Niederschläge und hoher Verdunstung wird ein historischer Niedrigpegelstand ab Anfang August 2026 erwartet, der keine zusammenhängende Seeoberfläche mehr zulässt. Am 29. Juli 2026 wurde nurmehr ein Pegelstand von 32 cm erreicht, wobei allein im Juli fast 20 cm verloren gingen.[3][4]
Die Behörden haben ein Badeverbot erlassen, dass unseres Erachtens den Tourismus weitestgehend zum Erliegen gebracht hat.
Wer den morbiden Charme von Lost Places à la Tchernobyl oder Prypjat interessant findet, kommt hier auf seine Kosten:
Verlassene Hotels, Campingplätze, Strände und Boulevards, geschlossene Restaurants, Imbissstände und Freibäder sind die Zeichen eines immer kleiner werdenden Touristenstroms, dem der fallende Pegel sprichwörtlich das Wasser abgegraben hat.
Erschreckende Bilder des Untergangs.

























Unsere 30 km Runde um den See hinterlässt traurige Eindrücke. .
Aufgemuntert werden wir durch einige Gemälde im Apartment, die die heitere Stimmung früherer Tage am See eingefangen haben.



Auf den Schreck noch ein Bier vom SPAR.

Morgen werden wir nach Budapest radeln und haben dort ein Hotel mit 50m Olympiaschwimmbecken gebucht!

