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9. Tag Supetar – Nerezeska – Farska – Bol – Praznica – Supetar 1610 hm 74 km

Bergfest und doppelter Gipfelsturm

Die Hälfte unseres Urlaubs ist leider schon vorbei. Daher nun „Bergfest“. Aber ein guter Anlass, den Tag mit gleich zwei Gipfeln zu feiern: Wir nehmen uns eine Rundfahrt nach Bol auf der Südseite der Insel vor. Dazu muss man den 600 m hohen Bergrücken, der die Insel teilt, einmal beim Hinweg überwinden und zurúck natürlich auch.

Um 9 Uhr geht’s los und das Wetter ist mit uns. 25 Grad, bedeckter Himmel, alles easy! Nach immerhin langem 15 km Aufstieg und mittlerweile Brennen in den Muskeln erreichen wir hoch oben die mit alten Pinienwäldern bewachsene Bergkuppe.

Zwar gehen die Pisten und Wanderwege noch bis auf ca, 780 m hoch, zum höchsten Punkt aller kroatischen Inseln, aber fúr uns soll es hier genug sein. Dann folgt eine der spektakulärsten Abfahrten zur Küste, die ich jemals erlebt habe!

Wir wundern uns schon über den fehlenden Verkehr auf dieser super ausgebauten und neuen Serpentinenstrecke. Vor der Küste erfahren wir nun auch den Grund: Ganz abrupt endet der Asphalt und es geht nur auf Schotter weiter. Aber schön für uns, schlecht für den Autoverkehr!

Noch sind es 7 km Schotterstrecke entlang der Küste, auf und ab bis Bol. Gegen Mittag erreichen wir schließlich dieses beschauliche Dörfchen. Hier frischen wir wieder unseren Wasservorrat auf, denn die ersten 3 Liter sind schon verbraucht. Streusekkuchen wird auch noch eingepackt.

Der zweite Aufstieg steht nun an. Doch leider schlägt das Wetter zum vermeintlich Guten um! Der Himmel reißt auf, die Sonne strahlt unerbittlich auf die Felswände der Südlagen und den schwarzen Asphalt. Zeitweise zeigt das Thermometer 38 Grad. Vom anstrengenden Aufstieg die Serpentinen hoch gibt es keine Aufnahmen. Zu anstrengend! Nach einer schnellen Abfahrt (Neue Spitze 59,9 km/h – für ein altbackenes Reiserad gar nicht so  wenig) erreichen wir die Basis. Hier spülen wir uns die Salzkrusten bei einem erfrischenden Bad im Meer von der Haut und sind sehr glücklick mit dem was wir erlebt haben.

Dann noch ein leckers Essen @home (Grúner Spargel, Champignons, Kartoffelpüree, Salat, Aioli) und eine Karaffe von Valentinos Wein aus eigene. Anbaz!

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