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2021 Schwarzwald-Radweg (Westweg)

 

Die Strecke

Das Profil

Es geht wieder los!

Eine neue Radtour steht an. Diesmal leider ganz alleine, da Susanne keinen Urlaub mehr hat. Mit dem Gravel-Bike geht es über die Höhen des Schwarzwalds von Karlsruhe bis nach Basel.

Es wird eine recht anspruchsvolle Tour mit reichlich Höhenmetern. Gepackt sind wieder alle Sachen, die man für eine autarke Fahrt durch die Abgeschiedenheit der Landschaft benötigt: Zelt, Schlafsack, Kochgeschirr, Verpflegung und warme Klamotten. Denn es kann in den Höhenlagen (ca. 1000 m) des Schwarzwalds zu dieser Jahreszeit schon recht kalt werden.

Na ja, auf dem Gipfel bleibe ich ja wenn überhaupt nur kurz. Hoffentlich wird es einigermaßen trocken, denn Radfahren bei Regen macht nicht wirklich viel Spaß.

Wie immer, freue ich mich auf eure Kommentare.

Mein #BombtrackBeyond1

25.09.2021 1. Tag Schwarzwald-Radweg 2021

Karlsruhe – Bad Herrenalb

Nachdem mich Susanne zum Bahnhof begleitet hat, muss ich leider erfahren, dass mein Zug wegen einer Reparatur ausfällt. Na super, das fängt ja gut an! Aber, oh Glückes Geschick, gegenüber steht der ICE 109. der in wenigen Minuten nach Karlsruhe fährt und die Info am Bahnsteig meinte, ich könne den nehmen. Der wäre sogar eine Stunde früher da. Ok, das ist doch mal was. Allerdings werde ich schon in Siegburg des Zuges verwiesen, weil Züge dieser Bauart keine Räder mitnehmen dürfen. Da drückt der freundliche Schaffner auch kein Auge zu. Also im Reisezentrum die Lage checken und dann geht’s per Straßenbahn nach Bonn und von dort mit dem IC 2005 durch das östliche Mittelrheintal nach Karlsruhe.

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Zwei Stunden später als geplant. Die verlorene Zeit kann ich nicht mehr rausfahren ; -)

Um 14 Uhr geht es dann bei herrlichem Wetter durch den Karlruher Stadtwald. Bald zeigen sich auch schon die ersten Anstiege und ich suche manchmal vergeblich ein größeres Ritzel. Doch die Mühen werden belohnt durch eine herrliche Landschaft mit tollen Panoramablicken.

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Nach 53 km bin ich froh, den Campingplatz in Bad Herrenalb zu erreichen und 1040 Höhenmeter auf dieser Distanz sind kein Pappemstiel und hinterlassen ihre Spuren.

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untitled imageGegen Hunger und Unterhopfung hilft der Türke meiner Wahl direkt am Marktplatz dieses schönen Städtchens mit einem riesigen Dönerteller und Tannenzäpfle.

26.09.21 2. Tag 

Bad Herrenalb – Loffenau – Gernsbach – Forbach – Schönmünzach – Seibelseckle (1000m) – Mitteltal

Das Zelt ist vom Morgentau so nass, als hätte es geschúttet. Nach einem kleinen Frühstück wartet auch schon der erste Anstieg Richtung Heukopf. Dort oben setzt Regen ein, der fast zwei Stunden dauert. Trotzdem ist die Abfahrt über Loffenau umd Gernsbach sehr schön. Hier bin ich mittemdrin in der Natur. In Gernsbach treffe ich auf die Murg, der ich stromauf folge. An hier geht es 40 km stetig bergan, von 260m auf 1000 m. In Schönmünzach verlasse ich das Murgtal und klettere an der Schönmünz und dem Langenbach entlang Richtung Mummelsee und Hornigsrinde. Leider vermasselt mir der Nebel ab 1000 m die Aussicht. Ab der Skistation Seibelseckle geht’s an der Schwarzwaldhochstraße wieder hinab und nach 67 km und 1260 hm erreiche ich den Campingplatz bei Mitteltal. Das war – trotz des Regens – eine tolle Etappe, so richtig im Schwarzwald.

Abends fülle ich in der „Tannen-Marie“ meine Energiereserven wieder auf.

27.09.21 3. Tag Schwarzwald-Radweg 2021

Mitteltal – Haslach im Kinzigtal

Nachts hat’s geschüttet. Das Zelt hat alles abgehalten, aber es ist patschnass. In der nebligen Morgenluft trocknet nichts. Daher wird alles – wie in Lake – eingepackt.

Beim örtlichen Bäcker wird ordentlich gefrühstückt. Denn schon ab Mitteltal steht ein kräftiger Aufstieg zum Kniebis (fast 1000 m Höhe) an. Ein Weg hier heißt „Höllweg“. Da ist der Name schon Programm, denn so steil hinauf schaffe ich es nur mit Schieben. Die Gegend hier ist menschenleer, dafür gibt die Natur viel her.

Der anfängliche Nebel löst sich auf und es wird ein super toller Frühherbsttag. Wie geil.

An Mobilfunk, gar Internet, ist nicht zu denken. Der Schwarzwald, ein weißer Fleck der digitalen Kommunikation.Daher lasse ich es auch mit dem Blog. Whatsapp scheint doch zuverlässiger zu funktionieren.

Nach den 10 km Aufstieg folgen 50 ! km mehr oder weniger Abfahrt.

Über Bad Ripoldsau führt der Weg entlang der „Wolf“, Schnapbach bis Wolfach, wo ich den Weg in das malerische Kinzigtal in schneller Fahrt hinab fege.Hier befinde ich mich in Ortenaukreis – sehr empfehlenswert.

Nach einer kurzen Visite der historische Altstadt von Haslach schlage ich den Weg zum Campingplatz im Kinzigtal ein. Ein ruhiges, nettes Plätzchen, wo man mich für 13 € mein Zelt aufschlagen lässt.

Die herrliche Sonne (23 Grad) lässt meine klammen Sachen, die ich am Zaun des benacbarten Tennisplatzes aufgehängt habe, schnell trocknen und besser riechen.

Da hier montags alle Restaurants geschlossen sind, versorge ich mich bei „Edeka Bruder“ mit etwas zusätzlichem Proviant.

Heute zaubert der Koch ein zweigängiges Menü auf dem Trangia: Kartoffelbrei und danach Miracoli.

Da muss ich morgen auf jeden Fall nachlegen, denn die heutige Abfahrt muss ich anscheinend teuer bezahlen. Das morgige Höhenprofil sieht aus wie eine Steilwand. Ich werde berichten.

28.09.21  4. Tag Schwarzwald-Radweg 2021

Haslach – Schönach – Furtwangen – Linach

Nachts hat es wieder geregnet, aber es störte meine gute Nachtruhe nicht weiter. Nach fast 10 Stunden Schlaf bin ich putzmunter.

Beim Bäcker „Dreher“ in Haslach’s Altstadt gönne ich mir den Frühstücksteller „Küste trifft Schwarzwald“. Vom Lachs bis zum Schwarzwälder Schinken und wieder zurück. Die Portion ist reichlich, denn die Bedienung meint es gut mit mir.

Von 220 m klettere ich über die einsamen Waldwege bis auf über 1000 m – mal wieder.

Unterwegs treffe ich eine 85 – jährige Bäuerin vom „Jungbauernhof“ im schönen Mühlenbachtal. Schnell erzählt sie mir ihre Lebensgeschichte und weist mich auf „a bisserl Steigung“ weiter vorne hin. Aber das sei ja kein Problem, denn ich hätte ja wahrscheinlich „a Motörle“. Wenig später weiß ich was sie meint mit „a bisserl“, denn ich schiebe mein Rad, wie sie ihren Rollator. 15 % Steigung zeigt mein Navi an. Mit „a Motörle“ wär’s einfacher gewesen.

Das Wetter ist top, so dass ich mich dazu entschließe hinter Furtwangen in das idyllische  Linachtal abzuzweigen. Dort liegt der Gasthof (1700 qm Wohnfläche) mit Camping „Zum Wilden Michel“, dessen Ursprünge auf das 13. Jahrhundert zurückgehen. Vor gerade 5 Monaten wurde das Anwesen von etlichen jungen Leuten gekauft und bewirtschaftet. Sehr erfrischend. Guckt euch mal die handbemalten Deckentafeln an! Hier bin ich goldrichtig und schlage mein Zelt im Windschatten einer kleinen, hölzernen Kapelle auf. Auf 1060 m ist es schon eine Jacke kälter als drunten im Tal.

Der Tacho zeigt 51 km und 1280 Höhenmeter. Die Beine brennen ein bisschen. Eine gute Übung für den Aufstieg zum Feldberg, den ich mir für übermorgen vorgenommen habe. Denn dann soll die Sonne den ganzen Tag scheinen, was eine gute Aussicht verheißt.

https://photos.app.goo.gl/DEuSGc7svof2zzfF9

29.09.21  5. Tag Schwarzwald-Radweg 2021

Linachtal – Titisee-Neustadt – Feldberg (Ort)

Der „Wilde Mann“ verabschiedet sich mit einem Sonnengruß. Wider erwarten war es hier in der Höhe nicht besonders kalt (8 Grad). Das Zelt ist sogar einigermaßen trocken geblieben.

Jetzt muss ich zurück auf die eigentliche Strecke, das schöne Linachtal hinab bis Furtwangen und dann wieder hinauf in das Hohtal.

Die Gegend ist voller schöner Aussichten und so einsam und abgeschieden, dass selbst das vorhergesagte Schlechtwetter offenbar Probleme hat, hierher zu finden. Jedenfalls bleibt es schön sonnig und aus über 1100 m Höhe genieße ich die Aussicht über Berge und Täler.

Mittags erreiche ich den Titisee, und zeitgleich mit mir kommen starke Windböen auf, die über den See fegen und eine Regenfront ankündigen. Am Himmel zeigen sich schon dicke bleigraue Wolken. Dann doch besser ins Hotel. Ich buche das „Kokoschinski“ in Feldberg-Ort.

Jetzt nur noch schnell die 10 km den Berg hoch. Kurz vor der Passhöhe auf 1200 m erwischen mich dann doch noch heftige Regenschauern. Egal. Ist ja nicht mehr weit zum Hotel am Fuße des Feldbergs. Morgen ist er fällig!

Im “Wolfsloch” sieht man noch die Reste eines alten Gutshofes.


30.09.21   6. Tag Schwarzwald-Radweg 2021

Feldberg-Ort  – Feldberg-Gipfel – Muggenbrunn bei Todtnau

„Mein lieber Kokoschinski,ist das kalt hier“! Das Thermometer im gleichnamigen Hotel zeigt frühmorgens gerade mal schattige 0 Grad. Dafür lacht die Sonne und nach dem ausgiebigen Frühstück klettert die Temperatur auch schon auf 8 Grad. Warme Sachen muss ich mir erst gar nicht anziehen, denn schon ruft der Berg und ab der aktuellen Höhe von 1233 m geht’s stetig bergan zum Gipfel des Feldbergs.

Anscheinend haben viele Wanderer das selbe Ziel, denn etliche von ihnen bewegen sich im gleichen Tempo wie ich nach oben. 23 kg Gepäck zerren eben nach unten – es wäre wahrscheinlich lieber im Hotel geblieben. Trotzdem schaffe ich es mit nur einer Schiebepassage radelnd nach oben. Da habe ich z. B. Im Mühlenbachtal Schlimmeres erlebt.

Landschaftlich ist das hier oben eine Katastrophe. Großflächig abgeholzt und durch den Skisport vergewaltigt. Außer Gras wächst hier nichts, und wo kein Gras wächst, findet man Pisten, Asphalt, Sendemasten und Sessellifte. Sogar die Remondis ist hier fúr Sanierungsarbeiten am Radarturm mit zwei Absetzmulden vertreten. Damit könnte man natürlich ganz toll werben, denn der Feldberg ist lt. Wikipedia schließlich mit 1493 m der höchste Berg Deutschlands außerhalb der Alpen.

Zur Entschädigung dafür ist die Aussicht atemberaubend mit diesem fast wolkenlosen Himmel. Ich begegne einem älteren Herrn, der es ebenfalls ohne Akku, sogar vom Titisee hoch geschafft hat und wir halten einen Plausch úber vergangene und künftige Reisen.

Die rasante Abfahrt bringt mich zum Abzweig zur Todtnauer Hütte. Ab hier zeigt sich wieder die wahre Schönheit des Schwarzwalds. Über die Pisten des Schwarzwald-Radwegs fahrend, genieße ich die tollen Aussichten über Berge und Täler bis weit in die Vogesen. So manches Bänkchen lädt zum Verweilen und auf ein Tässchen Kaffee ein. Wie gut, dass im Gepäck auch ein Kocher, Kaffee und Proviant sind. Da weiß man zu schàtzen, wofür man alles mit sich schleppt.

Es wird ein fauler Tag mit nur 26 km, aber 730 Höhenmetern. Ich habe ihn sehr genossen und herumgetrödelt. Am frühen Nachmittag schlage ich mein Zelt in Muggenbrunn bei Todtnau auf und genieße ein Stúck Johannis-Käsekuchen im örtlichen Restaurant. Dort werde ich spàter auch zum Abendessen einkehren und mich körperlich und mental auf eine kalte Nacht im Zelt vorbereiten.

01.10.21 / 7. Tag Schwarzwald-Radweg 2021

Muggenbrunn (1040 m) – Belchen (1414 m) – Neuenweg – Tegernau – Sallneck – Kandern (400 m)

Nachts im Zelt musste ich mir doch noch wegen der kriechenden Kälte ein Daunenjäckchen überziehen. Mein Thermometer zeigt morgens 2 Grad an. „Mein lieber Kokoschinski! “ Die taunassen Sachen sind schnell gepackt und nach einem kleinen Frühstück mit Kaffee und Prorridge pedaliere ich schon um 9 Uhr kräftig den Berg hinauf Richtung Belchen.

Die Auffahrt zu diesem mir bislang unbekannten Berg, mit 1414 m aber kaum viel niedriger als der Feldberg (1493 m) wurde mir von der radfahrenden Community wegen seiner Aussichten sehr ans Herz gelegt.

Eine Gondelbahn mit Gipfelstürmern kreuzt meinen Weg und die Insassen werden mich wahrscheinlich sehr bedauern wie ich so in Schlangenlinien den Berg hoch mäandere, um die Steigung etwas zu mildern.

Das Wetter ist mal wieder grandios und oben auf der stürmischen Kuppe angekommen, fällr mir glatt die Kinnlade runter! Welche Panoramen sich hier auf dem Rundwanderweg bieten! Vogesen, Rheintal, Alpen, alles breitet sich vor mir aus. Einfach überwältigend, grandios! Da kann der Feldberg nicht mithalten.

Die Abfahrt geht rasant hinab auf der selben aslhaltierten Strecke, die ich hochgeastet bin. Doch ich bin neugierig auf eine andere Route und schlage mich rechts rein auf eine Piste durch das Gehölz. Hier ist es so unangenehm steil, dass ich zur Schonung von Reifen und Bremsen definitiv schieben muss. Da bin ich froh, dass es bald wieder steil nach oben geht.

Hier ist es wieder absolut einsam und ich genieße die Natur und die tollen Aussichten. Ein Träumchen!

Ab Neuenweg ist die Straße wegen umfänglicher Bauarbeiten gesperrt, so dass ich auf Anraten eines einheimischen Rennradfahrers auf die Straße durch das „Kleine Wiesental“ ausweiche. Mühelos geht’s da hinab durch das schöne Tal. Die Temperatur steigt nun dank Sonne und niedrigerer Höhe auf 20 Grad. Eine Wohltat nach der kalten Nacht und dem kühlen Morgen.

Hinter Tegernau führt die Strecke dann noch einmal derbe den Berg hoch und nach 64 km und 1350 hm erreiche ich schließlich mein Etappenziel, den Campingplatz in Kandern – welches frúher wohl mal eine Hochburg der Keramikkunst war.

Dringend notwendig ist nun die Nachjustierung der Bremsen, die ich bei den zahlreichen Abfahrten doch sehr beanspruchen musste.

Wegen der Abgeschiedenheit der Strecke habe ich unterwegs kein Lokal gefunden und daher nur ein paar Riegel gegessen. Wohnmobilist Willi steckt mir noch zwei Tútchen Cracker zu. Radreisende erwecken immer Mitleid.

Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, sitze ich aber gemütlich beim Vietnamesen im „Ochsen“ und genieße die exotische Küche mitten im Schwarzwald. Alles sehr lecker hier.

Was war das doch für ein geiler Tag!

02.10.21 8. und letzter Tag auf dem Schwarzwald-Radweg

Kandern – Schliengen – Auggen – Müllheim – Britzigheim – Staufen – Bad Krotzingen – Freiburg

In Kandern verabschiede ich mich vom Hochschwarzwald, um durch das Markgräfler Land hinab nach Freiburg im Breisgau zu radeln. Das Wetter ist wieder super und die Kraft der morgentlichen Sonnenstrahlen reicht aus, um alle Zeltsachen zu trocknen und – soweit möglich – den säuerlich riechenden Muff aus den klammen und oft getragenen Klamotten zu vertreiben.

Das Markgräfler Land ist ein hügeliger Höhenzug zwischen Rhein. Wiesental und Hochschwarzwald. Von hier oben sieht man daher in meiner Fahrtrichtung im Westen das tief unten verlaufende Rheintal und in weiter Ferne die Vogesen.

Die kleinen Sträßchen verlaufen auf und ab entlang der vielen Weinberge und durch historische Dörfer und Städtchen, teils mit großen, alten Weingütern bestückt. Nach Tagen der Fahrt durch einsame Landschaften ist das echt mal eine Abwechslung. Überall gibt es etwas zu gucken und viele Straußi’s säumen den Weg. Selbst ein Weinlehrpfad lädt mit seinen Infotafeln zum häufigen Verweilen ein.

In *Müll*heim muss ich natürlich Pause machen und  gönne mir eine Portion Kebab auf die Hand. Denn auch diese Hügellandschaft hat so manche Steigung zu bieten und kostet daher einige Körner.

Im schönen Staufen kehre ich dann noch zu Kaffee und Kuchen ein. Schön, wie das Leben hier in der historischen Altstadt pulsiert.

Meine Reise neigt sich dem Ende zu. Jetzt noch abends einen Schnelldurchgang durch die Freiburger Altstadt bei wohligen 20 Grad und dann zum „Hotel zum Schiff“. Aber nicht ohne im Schatten des Münsters  im „Goldenen Engel“ Maultaschen mit Kartoffelsalat gegessen zu haben.

Morgen Mittag soll mich der Zug nach Köln bringen – mal sehen, ob hier das nächste Abenteuer wartet!

Fazit

Es war eine grandiose Tour! Der Planer des Schwarzwald-Radwegs war bestimmt ein Schleifer – so wie ich. Man muss die Berge und die Schinderei schon lieben, sonst ist das nicht unbedingt zur Nachahmung geeignet. Aber, wie sagt der Kölsche: „Vun nix kütt nix!“, und so wurde ich entschädigt mit einer überwältigenden Landschaft, den tollsten Ausblicken, rasanten Abfahrten, schönen Dörfern, einsamen Wegen, gurgelnden Bächen, tiefen Einblicken in den schwarzen Wald, schönen Campingplätzen, historischen Städten, gutmútigem Weidevieh, abgelegenen Almen, verlassenen Ortschaften, neuen Initiativen, schön ausgearbeiteten Routen, dem Abenteuer Unbekanntes zu erkunden, dem Ertragen der Einsamkeit nur mit sich selbst alleine zu sein – kann auch nicht jeder, und vielen netten Begegnungen (darüber habe ich ja gar nicht so viel berichet). Eindrücke, die man nicht vergisst – es sei denn, der Alzheimer käme vorbei.

Das Wetter war – bis auf ca. 3 Stunden Regen – nicht zu toppen für diese Jahreszeit und viel. viel besser als vorhergesagt. Kein Sturz, kein Defekt, keine Unannehmlichkeiten, alles prima – wie langweilig ; -). Denn meistens bringt doch das Unerwartete die schönsten Erlebnisse.

Ich hoffe, meine Berichte haben euch gefallen und ich danke euch für die vielen bisherigen ermutigenden Kommentare und Anmerkungen. Im „Outback“ ist das sehr nett zu lesen, gerade wenn man niemanden dabei hat, das Erlebte zu teilen.

An meinem Blog werde ich noch feilen müssen. Die Internetanbindung – z. B.  hier im Schwarzwald – setzt dem doch Grenzen, wie ich erfahren durfte.

Dann sage ich mal „Tschüß“ bis zur nächsten Reise. Hoffentlich dann wieder mit meinem besten Radkumpel, meiner lieben Frau Susanne!