Vamos a la costa!
Der Wecker klingelt schon um 6:15 Uhr, denn wir möchten möglichst früh raus, um eine gute Strecke in den relativ kühlen Vormittagsstunden zu bewältigen.
25 Minuten nach Sonnenaufgang radeln wir um 8;30 im goldenen Licht der frühen Morgensonne raus aus Sevilla, dem Guadalquivir folgend.



Noch ein kurzer Blick auf das Replikat der Karacke Nao Victoria, dem ersten Schiff, das unter Magellan eine Weltumseglung gelang. Wer mehr über Magellan erfahren möchte, dem kann ich wärmstens gleichnamiges Buch von Stefan Zweig empfehlen.




Wir durchqueren einen der schönsten Parks, den wir je gesehen haben, den Parque de Maria Luisa.






Durch hässliche Gewerbegebiete verlassen wir die Stadt in Richtung Süden. Wie immer sind die Autofahrer sehr rücksichtsvoll, wenn kein Radweg vorhanden ist. Es wird in der Regel mit großem Abstand überholt.
Ein Baumwollfarmer pflückt uns ganz stolz zwei weiße Frucht-Büschel. Die Wolle wird aus den Samenhaaren der Pflanze gewonnen.


Neben großen Baumwollfeldern und Olivenbaum-Plantagen gibt es riesige Ackerflächen in dieser weiten, baumlosen Ebene. Aber keine Gewächshäuser weit und breit.



Die endlos scheinende Ebene liegt im fruchtbaren Schwemmland des Guadalquivir. Aber ohne Bewässerung würde in der sengenden Sonne alles schnell verdorren.

Ausgeklügelte Bewässerungssysteme verteilen das kostbare Nass durch Kanäle, Rinnen und Schläuche bis an die Pflanzen.



Auch eine Form der Entsorgung: Das Abfackeln der zugemüllten Straßengräben:

Gegen 14 Uhr erreichen wir unser Ziel, Las Cabezas de San Juan.
Las Cabezas de San Juan (ca. 19400 Einwohner) ist vor allem deshalb bekannt, weil dort am 1. Januar 1820 der damalige Oberstleutnant Rafael del Riego die Verfassung von 1812 verkündete und damit die erste Periode der konstitutionellen Monarchie in der Geschichte Spaniens, das sogenannte Liberale Triennium, einleitete.
Wikipedia
Das Tagwerk ist erledigt. 34 Grad zeigt das Thermometer.




Gestern hatte ich vorsichtshalber schon die allerletzte freie Unterkunft auf Booking/Airbnb in dieser verlassenen Gegend gebucht. Campingplätze gibt es erst wieder an der Küste.
Das Apartamentos La Terraza liegt direkt 10 Meter neben dem Supermarkt Dio, was den Resupport erheblich erleichtert.
Wahrscheinlich sind nur wenige Touristen in der Stadt. Gesehen haben wir keine bei unserem kleinen Rundgang.













Heute gibt’s reichlich Kost aus der heimischen Küche. Nach den vielen kleinen Tapas sind wir endlich mal richtig satt geworden.
So gestärkt, schaffen wir es morgen bestimmt bis Cadiz!
