Plan B muss her
In der Nacht beziehen Susanne und ich quasi getrennte Schlafzimmer:
Sie schläft im Zelt und ich probiere die Hängematte aus, die ich zwischen zwei Pinienstämmen aufgespannt habe.
Das integrierte Moskitonetz über der Matte erlaubt nachts immer noch einen freien Blick auf den schönen Sternenhimmel. Ich liege zwar sehr bequem, finde aber nicht so richtig in den Schlaf.
Vielleicht täusche ich mich auch, denn nach 9 Stunden Nachtruhe bin ich doch ganz gut ausgeruht.

Nach zweieinhalb Stunden für Morgentoilette, Frühstück und Abbau – kurz bevor uns die Mücken gänzlich ausgesaugt haben – verlassen wir um 10:30 Uhr den schönen Platz und auch den Nationalpark Doñana, von dem wir allerdings nur Pinien-Anpflanzungen gesehen haben.


Die Mittagspause verbringen wir bei 35 Grad im Schatten vor der Kirche in Benacazión.


Leider sehen wir entlang unserer Strecke wieder viel Müll. Hier mal zwei repräsentative Bilder der schlimmen Verschmutzungen überall an den Straßenrändern. So traurig.


In den gigantischen Olivenbaum-Plantagen startet die Ernte. Anscheinend immer noch manuell. Kein einfacher Job bei 35 Grad. Wir schlagen uns ganz gut bei diesen Temperaturen, fangen nun aber doch allmählich an, leicht zu transpirieren.


Wir nähern uns Sevilla.







Direkt in den engen Gassen der Altstadt liegt unsere schöne Unterkunft mit gleich zwei Patios.







Aufgrund der Eindrücke in diesen Tagen, dass das Hinterland für unseren Geschmack doch zu karg sein könnte, der eingeschränkten Verfügbarkeit von Unterkünften und der enormen Hitze – Prognose 37 Grad -, werden wir vom ursprünglichen Plan weiter ins Landesinnere zu fahren absehen.
Der weniger strapaziöse Plan B ist nun die Rückfahrt zur Küste über Cadiz, Tarifa usw. nach Malaga. Das Meer bietet doch vielfältigere Möglichkeiten und interessantere Landschaften.
Aber morgen werden wir erstmal Sevilla checken. Bzw. Schon heute Abend, wo um 22:30 Uhr an einem Donnerstag immer noch alle Tische besetzt sind.

