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Anda24, Tag 4, Huelva – Donana Nationalpark, 47 km

Durch Plastalusien

Also das mit dem Tauchsieder hat leider nicht geklappt.

Wahrscheinlich war der Wasserstand zu gering und er ist nach einem Aufglühen der oberen Heizspirale in den Exitus gegangen.

Aber Wirtin Anna macht uns unseren Topf mit Wasser heiß für Kaffee und Müsli.

Es besteht also wieder Handlungsbedarf bei der Suche nach Gaskartuschen mit Bahonett-Verschluss.

Wir radeln durch die Stadt und besuchen einige Läden.

Hier ist es so, dass man an der Theke im Vorraum des Geschäfts seine Wünsche äußert, und die Servicekraft flitzt in die unendlich scheinenden Tiefen der hinteren Lagerräume, um den gewünschten Artikel zu holen. Vor mir sind zum Beispiel eine ältere Frau, die Teile für ihren Rollator braucht – die werden auch gleich montiert – und ein Herr, der Schrauben und Scharniere kauft.

Meine Gaskartuschen haben sie leider nicht …

Dafür finde ich in einem Moped-Laden das dringend benötigte Kettenwachs.

Viel Zeit haben wir verbracht auf der Suche nach unseren Spezial-Artikeln, aber dafür auch viel gesehen, wo und wie sich die Einheimischen bewegen. Das ist sehr interessant.

Also auf zum Denkmal Christoph Kolumbus.

Von Huelva aus startete er nämlich vor mehr als 500 Jahren seine Fahrt zur Entdeckung Amerikas – auf der Suche nach Indien.

Huelva ist durch die Industrie anscheinend recht wohlhabend. Sehr gepflegt und großzügig angelegt sind selbst Rad- und Fußwege entlang des Rio Tinto und Odiel.

Wir besuchen die Rekonstruktionen der Karavellen, mit denen der Entdecker unterwegs war: Santa Maria, Pinta und Nina.

Es ist sehr beeindruckend, wie klein die Schiffe tatsächlich sind. Ausgelegt für 40, 30 und 20 Seeleute.

Anschließend besuchen wir das noch das nahe gelegene Kloster La Rabida, in dem Christoph Kolumbus vor der Abreise gesegnet wurde.

Anschließend geht es durch einen schrecklichen Gürtel mit Treibhausanlagen, sandigen Pisten und schwarzen Landarbeiter Richtung Osten. Sehr traurig sind die unglaublichen Mengen an Müll und Unrat in den Gräben der Straßen und Wege. Flaschenpfand scheint es hier nicht zu geben. Denn unendlich viele Plastilflaschen und Dosen säumen unseren Weg (ohne Bilder).

Ab Mazagon erreichen wir wieder die Küste. Zeit für ein richtig gutes Mittagessen i. „LA PECADORA“.

Dann wird’s wieder schön und wir genießen Stand, Meer und Service auf dem Camping Donana.

Tatsächlich finden wir im Supermarkt sogar das passende Campinggas. Die Basis-Versorgung ist famit gesichert.

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